Bach forever - Musical von Thomas Gabriel

Was wäre, wenn eine Statue J. S. Bachs erzählen könnte? Im Musical wird das Unmögliche möglich, auch wenn es die Sängerinnen und Sänger der Jugendkantorei Durlach zu Beginn von „Bach forever“ nicht glauben können, was da eine von ihnen gesehen haben will. Noch bevor sein Orgel-Präludium verklungen ist, steht der Altmeister und Übervater der Musik mitten unter den Jugendlichen. Und er will wissen, was die „Jungen Leute“ der Zeit, in die er da nolens volens geraten ist, so umtreibt. Die Musik aus dem Smartphone fasziniert den 333jährigen genauso wie der Auslandsaufenthalt in Tibet. Im Gegenzug plaudert Bach launig aus seiner eigenen Jugend. Reisen war damals noch ein ganz anderes Unterfangen, Musik nicht allgegenwärtig, sondern etwas ganz Besonderes. Der Krach mit der Obrigkeit und seine handfeste Auseinandersetzung mit dem Fagottisten Geyersbach sind nur zwei spannende Episoden, die zu den Klängen eines Satzes aus den Brandenburgischen Konzerten und einem Mix aus Bachschem Fugenthema und Rap in Szene gesetzt werden.
Diese Art des musikalischen „Augenzwinkerns“ zieht sich durch das gesamte Musical von Thomas Gabriel. Wie hätte es beispielsweise klingen können, wenn der Barock-Komponist par excellence den „King of Rock ‘n’ Roll“ parodiert hätte und zu welcher Episode seiner Biographie würde diese Musik passen? Die Antwort auf diese Fragen erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer ebenso wie ein kurzweiliger Schnellkurs im Fach Orgelbau. Natürlich darf in einem echten Musical die alles überstrahlende Lovestory nicht fehlen.

Die Jugendkantorei Durlach ist gewissermaßen die oberste Klasse der Durlacher Singschule. In ihr kommen die Jugendlichen zusammen, nachdem sie in den Vorjahren in getrennten Mädchen- und Knabenchören musiziert haben. Auf diese Weise kann gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der jungen Sängerinnen und Sänger eingegangen werden. Dazu gehört auch eine professionelle Einzelstimmbildung, die Peter Arestov übernimmt. Die Werke, die während der wöchentlichen Proben erarbeitet werden, umfassen möglichst viele Stile nahezu aller Epochen.

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