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Karlsruher Orgelspaziergänge am Tag des offenen Denkmals

Plakat Karlsruher Orgelspaziergänge am Tag des offenen Denkmals

Bei den Karlsruher Orgelspaziergängen am Tag des offenen Denkmals können sich Zuhörerinnen und Zuhörer ihr ganz persönliches Orgelkonzert selbst zusammen stellen. Zu jeder vollen Stunde erklingt ab vormittags 11 Uhr in mindestens einer Karlsruher Kirche ein Kurzkonzert. Es spielen die Karlsruher Kantorin und Kantoren und nebenamtliche Organisten. Dabei erwartet die Zuhörer*innen ein vielfältiger Einblick in das Genre Orgelmusik. Am Tag des offenen Denkmals wird seit einigen Jahren zeitgleich der deutsche Orgeltag gefeiert. Die „Königin der Instrumente“ ist in diesem Jahr außerdem Instrument des Jahres.

Der Eintritt zu allen Kurzkonzerten ist frei. Um Spenden wird gebeten. Es gelten die aktuellen coronabedingten Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg für Kulturveranstaltungen.

Flyer zum Download
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Die Stationen

11 Uhr, Auferstehungskirche Rüppurr
Der verlorene Sohn, Konzert für Kinder ab 6 Jahren von Hans Kielblock
Susanne Cramer (Erzählerin), Dieter Cramer (Orgel)

11 Uhr, Markuskirche (Yorckplatz)
Bach privat, Triosonaten Nr. 4 und 5 von J.S.Bach
Kristofer Kiesel, Orgel

11 Uhr, Thomaskirche (Daxlanden)
Werke von Buxtehude, Homilius, Alain und Reger
Berthold Fritz, Orgel

12 Uhr, St. Bonifatius
Singet dem Herrn - Jesu meine Freude
Werke von Richard Bartmuß, J.S. Bach, Sigfrid Karg-Elert
Stefan Fritz, Orgel

13 Uhr, Stadtkirche Durlach
Die Arche Noah, Konzert für Familien von Johannes M. Michel mit Musik von J.S. Bach
Barbara Wagner, (Sprecherin), Johannes Blomenkamp (Orgel)

13.30 Paul-Gerhardt-Kirche (Breite Straße 49a)
Die Vögel wollten Hochzeit halten von Jürgen Borstelmann
Michael Rösch, Orgel

14 Uhr, Johanniskirche (Werderplatz)
Aus alter Zeit (Uraufführung), Orgelsymphonie von Andreas Willscher über Originalthemen von Tournemire, Vièrne, Gigout und d'Indy
Daniel Kaiser, Orgel

14 Uhr, Lutherkirche
Streichend zart und spätromantisch, Werke von Kaminski und Karg-Elert
Jörg Stumpp (Violine), Dorothea Lehmann-Horsch (Orgel)

15 Uhr, St. Bernhard
Musique mariale, mit Werken von Peeters, Boëllmann und Improvisationen
Max Deisenroth, Orgel

15.30 Paul-Gerhardt-Kirche (Breite Straße 49a)
Der kleine Prinz, Musik von Andreas Willscher und Gedichte von Klaus Lutterbüse nach Motiven von Antoine de Saint-Exupéry
Michael Rösch, Orgel

16 Uhr, Ev. Stadtkirche Karlsruhe
Hör mal: Denkmal!
Werke von Couperin, Bach, Rheinberger, Graf
Michael Kaufmann, Orgel

16 Uhr, Zum Guten Hirten (Rintheim)
Rhapsody on Spirituals von Roland Diggle und weitere Gospel-Arrangements
Johann C. Haake, Orgel

17 Uhr, Kath. Stadtkirche St. Stephan
Audienz bei einer Königin, Werke von Bach, Händel und Dupré
Patrick Fritz-Benzing, Orgel

18 Uhr, Christuskirche – Faszination Orgel
Improvisiert oder komponiert? Vom Festhalten einer flüchtigen Kunst bei J.S. Bach und Marcel Dupré
Carsten Wiebusch, Orgel

Für Familien und Kinder

Kurzkonzerte für Familien und Kinder gibt es mittags und nachmittags an gleich drei Stationen: Susanne und Dieter Cramer präsentieren direkt um 11 Uhr in der Auferstehungskirche Rüppurr die Geschichte vom „verlorenen Sohn“ mit einem Orgelkonzert aus der Feder von Hans Kielblock. In der Stadtkirche Durlach erzählen Barabara Wagner (Sprecherin) und Bezirkskantor Johannes Blomenkamp (Orgel) um 13 Uhr die Geschichte von der „Arche Noah“. Das ganze mit Musik von Johann Sebastian Bach. Michael Rösch spielt in Paul Gerhardt um 13.30 Uhr Variationen über „Die Vögel wollten Hocnzeit halten“ und um 15.30 Uhr Musik von Andreas Willscher zur Geschichte vom „Kleinen Prinzen“.

Von Bach bis Gospel

Das Gesamtprogramm ist vielfältig und bietet für fast jeden Geschmack etwas: Von Bach bis Gospel, von komponiert bis improvisiert! Wen beispielsweise interessiert, warum bestimmte Triosonaten von Bach etwas sehr Privates sind, die oder der erhält um 14 Uhr in der Markuskirche die musikalische Antwort von Kristofer Kiesel. Daniel Kaiser erwartet sein Publikum um 14 Uhr in der Johanniskirche wieder mit einer Uraufführung. In der „Symphonie aus alter Zeit“ verarbeitet Andereas Willscher Originalthemen der Orgelvirtuosen und -komponisten Tournemire, Vièrne, Gigout und d'Indy.

Abwechslungsreich sind auch die drei Kurzkonzerte in der Oststadt: Um 14 Uhr beginnen Jörg Stumpp (Violine) und Dorothea Lehmann-Horsch (Orgel) in der Lutherkirche „streichend zart und spätromantisch“ ein Programm mit Werken von Kaminski und Karg-Elert. Nur wenige Schritte weiter übernimmt um 15 Uhr Max Deisenroth in St. Bernhard mit marianischer Orgelmusik. Um 16 Uhr gibt es in der Kirche Zum Guten Hirten (Rintheim) Spirituals und Gospels u.a. in Arrangements des amerikanischen Organisten und Komponisten Roland Diggle.

In der Innenstadt beginnt zunächst Michael Kaufmann, der als Professor a. a. an der Hochschule für Musik Heidelberg für die Orgel-Sachverständigenausbildung zuständig ist. Um 16 Uhr lädt er mit beiden Instrumenten der evangelischen Stadtkirche Karlsruhe dazu ein, Denkmäler in ihrer Lebendigkeit und klanglichen Wandelbarkeit zur erfahren. Der Titel von Kaufmanns Kurzkonzert gilt wohl für den gesamten Nachmittag: „Hör mal: Denkmal!“ In der katholischen Stadtkirche St. Stephan bittet dann um 17 Uhr Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzung zu einer Audienz bei einer Königin. Mit „Faszination Orgel“ in der Christuskirche gelangen auch in diesem Jahr die Orgelspaziergänge an ihr musikalisches Ziel. Carsten Wiebusch, Orgelprofessor aus Frankfurt und Organist der Christuskirche, lässt hören, wie J.S. Bach und Marcel Dupre die flüchtige Kunst Improvisation doch für die Nachwelt festgehalten haben.

Die Stationen der Orgelspaziergänge im Überblick