Orgelspaziergänge am Tag des offenen Dankmals

Plakat Orgelspaziergänge am Tag des offenen Denkmals

Sonntag 13. September,
ab 11 Uhr

Bei den Karlsruher Orgelspaziergängen am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September können sich Zuhörerinnen und Zuhörer ihr ganz persönliches Orgelkonzert selbst zusammen stellen. Zu jeder vollen Stunde erklingt ab vormittags 11 Uhr in mindestens einer Karlsruher Kirche ein Orgelkurzkonzert. Es spielen die Karlsruher Kantorin und Kantoren und nebenamtliche Organisten. Dabei erwartet die Zuhörer/innen ein vielfältiger Einblick in das Genre Orgelmusik.

Auch bei den Kurzkonzerten ist in diesem Jahr das erste Gebot das Abstandsgebot. Es gelten die inzwischen bei Konzerten üblichen Gepflogenheiten. Von daher ist in allen Kirchen das Platzangebot begrenzt. An einigen Stationen können sich Zuhörerinnen und Zuhörer jedoch im Vorhinein einen Sitzplatz reservieren. Damit kann dann auch das Formularausfüllen vor Ort entfallen.

Manche Orgelempore bietet nur wenig Platz. Insofern finden die ansonsten bei diesem Format am Denkmaltag beliebten Orgelführungen in diesem Jahr nur als Video-Clips statt (siehe rechts). Einige Kantoren haben u.a. für die Plattform „Karlsruhe erleben“ Beiträge aufgenommen. So erläutert Kirchenmusikdirektorin Dorothea Lehmann-Horsch u.a. die Funktion eines Schwellers. Bezirkskantor Johannes Blomenkamp erbringt den Videobeweis, dass die Pfeifen aus dem Jahr 1759 tatsächlich heute noch erklingen.

Die maximal halbstündigen Kurzkonzerte finden aber direkt vor Ort statt.
Den Reigen eröffnet um 11 Uhr Kantor Dieter Cramer in der Auferstehungskirche Rüppurr. Bei ihm klingt der Hochsommer der vergangenen Wochen nach. Auf dem Programm stehen verschiedene Bearbeitungen über das Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Jule Klessing (Flöte) und Stefan Fritz (Orgel) reisen um 12 Uhr von der Herz-Jesu-Kirche aus zusammen mit Johann Sebastian Bach, besser gesagt anhand von dessen Musik, nach Italien. Bereits eine Stunde später, um 13 Uhr, startet die nächste musikalische Reise von der Johanniskirche (Werderplatz) aus: mit Händel nach London. Organistischer Reiseführer für diesen Kurztrip ist Daniel Kaiser. Ebenfalls um 13 Uhr präsentieren Johannes Hustedt (Querflöte) und Johannes Blomenkamp (Orgel) einen kleinen Teil ihrer „Durlacher Duette“. Es erklingen Werke von Haydn, Rutter und Beethoven.

Dieser spielt auch in zwei weiteren Kurzkonzerten eine prägende Rolle. Neben ihm erinnert Dorothea Lehmann-Horsch in Ihrem Kurzkonzert „Erinnern. Erhalten. Neu denken“ um 14 Uhr in der Lutherkirche auch an Louis Vierne und den für die Orgelausbildung im 19. Jahrhundert prägenden Christian-Heinrich Rinck. Auch Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser gratuliert um 16 Uhr in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe den beiden Jubilaren Vierne und Beethoven.

Auf der Wegstrecke zwischen Lutherkirche und Ev. Stadtkirche liegt St. Bernhard. Dort präsentiert Max Deisenroth um 15 Uhr in ein Programm mit Kathedralmusik aus Paris. Um 17 Uhr spielt Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzing an einer der beiden großen Klais-Orgeln der Stadt Werke von Bach, Langlais und Reger.
„Immer das gleiche?“ fragt um 18 Uhr Carsten Wiebusch in der Christuskirche im Rahmen der dortigen Reihe „Faszination Orgel“. Anlass für die Frage sind die Genres, die der Frankfurter Orgelprofessor für sein Kurzkonzert ausgewählt hat. Charakteristisch für Passacaglia und Chaconne ist nämlich u.a. eine feste und immer wiederkehrende Basslinie.
Den Reigen mit Kurzkonzerten beschließt Kristofer Kiesel in der Markuskirche um 18.45 Uhr mit der Tanz-Suite von Andreas Willscher.